{"id":399,"date":"2022-08-26T13:50:06","date_gmt":"2022-08-26T13:50:06","guid":{"rendered":"http:\/\/lapoc.de\/zblog\/?p=399"},"modified":"2022-08-26T14:31:38","modified_gmt":"2022-08-26T14:31:38","slug":"winnetou-jules-verne-kindheitserinnerungen-und-andere-anachronismen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lapoc.de\/zblog\/?p=399","title":{"rendered":"Winnetou, Jules Verne, Kindheitserinnerungen und andere Anachronismen"},"content":{"rendered":"<p>Nein, Karl May ist nicht wichtig. Er ist kein bedeutender Schriftsteller, sondern nur ein interessantes Popkulturph\u00e4nomen. Der Reichtum, den er sich zusammengeschrieben hat, ist ihm zu g\u00f6nnen aber kultische Verehrung hat er nie verdient.<\/p>\n<h3>Lasst uns mit Michel Houellebecq beginnen..<\/h3>\n<p>Jede belletristische Literatur ist escapistisch. Es gibt keine realistische Belletristik, keine realistische Erz\u00e4hlung.<\/p>\n<p>Aber Emile Zola und Lew Tolstoi und Heinz Strunk erst: die sind doch realistisch oder?<\/p>\n<p>Nein, keiner davon ist Realist. Sie spielen das Reale wie eine Gitarre: die Saiten m\u00fcssen korrekt gestimmt sein, aber das Lied, das sie spielen, ist nicht das Instrument, sondern Metapher, Drama, kurz: Fantasy.<\/p>\n<p>Wenn Heinz Strunk von einem Instrumentenverk\u00e4ufer bei Thomann erz\u00e4hlt, geht es nicht um die Verh\u00e4ltnisse im station\u00e4ren Handel mit Musikinstrumenten, sondern um das Drama des Menschen, der entt\u00e4uscht vom Leben und selbst daran schuld ist. <\/p>\n<p>In 200 Jahren wird es vielleicht keinen gro\u00dfen station\u00e4ren Handel mit global produzierten Musikinstrumenten mehr geben und auch keine Verk\u00e4ufer, die eigentlich Musiker werden wollten und sich sp\u00e4ter damit begn\u00fcgen, richtigen Musikern und welchen, die sich noch daf\u00fcr halten, Gitarren aus Korea zu verkaufen. Aber es wird wohl noch immer Menschen geben, die sich mit 16 vorgestellt haben, wer und was sie sein wollten und die mit 36 feststellen, dass sie das nie sein werden.<\/p>\n<h3>Aber was ist nun mit Karl May?<\/h3>\n<p>Wenn wir akzeptieren, dass Literatur ein Spiel mit Motiven ist, k\u00f6nnen wir bewerten, wie gespielt wird. Und dabei kommt es auch darauf an, wie Autoren mit Motiven umgehen, was sie \u00fcber diese Motive wissen, sprich: wie sie ihr Instrument zu stimmen und zu spielen wissen.<\/p>\n<p>Ravi Shankar hat zu George Harrison gesagt: <\/p>\n<blockquote><p>Sitar spielen zu lernen, um &#8220;Norwegian Wood&#8221; damit zu spielen, ist wie Chinesisch zu lernen um Limmericks damit zu schreiben.<\/p><\/blockquote>\n<p>Karl May hat viel viel mehr als nur einen unschuldigen, nicht ganz ernst gemeinten Song aus der Geschichte der nordamerikanischen Ureinwohner und ihrem Zusammentreffen mit der europ\u00e4ischen Zivilisation gewonnen. Er hat eine ganze Welt daraus konstruiert und das war sein Produkt, das er vermarktet und verkauft hat. Und er hat sein Instrument nie so gut spielen gelernt, wie George Harrison die Sitar.<\/p>\n<p>Keine Anspielung, keine Adaption, nicht einmal eine vergleichsweise harmlose Aneignung: eine Fantasy Welt, in der er, Karl May, die Hauptfigur war und das hat er verkauft. Und warum nicht? Literatur ist escapistisch, Karl May bot den perfekten Escape: <\/p>\n<p>Heraus aus der dr\u00f6gen Enge der b\u00fcrgerlichen wie der proletarischen Welt des 19. Jahrhunderts. Heraus aus unertr\u00e4glich langen Arbeitsschichten und Konventionen und dem immer gleichen Umfeld, in dem es nur darum ging, zu funktionieren.<\/p>\n<p>Hinein in die &#8220;endlose Weite der Prairie&#8221;, die mystischen blauen Berge, in die Konfrontation der eigenen urw\u00fcchsigen Gestaltungskraft mit der wilden, unvorhersehbaren Kraft unverbrauchter Naturburschen, die nichts besseres zu tun haben w\u00fcrden, als die kernige Natur des Deutschen bewundern zu lernen. Kein Wunder, dass Adolf Hitler diese Geschichten ungemein entspannend und tr\u00f6stlich fand, wo er doch mit der Komplexit\u00e4t einer 2000 Jahre gewachsenen Zivilisation konfrontiert war, die nichts f\u00fcr ihn \u00fcbrig hatte, weil ihm f\u00fcr deren Mitgestaltung das Verst\u00e4ndnis und die Bildung fehlten.<\/p>\n<p><img src=\"..\/img\/karl-may-museum-104.jpg\" alt=\"Darstellung von Sioux im Karl May Museum Radebeul\" \/><\/p>\n<p>In dieser Fantasiewelt entwickelte Karl May die Vorstellungen, die bis heute mit dem Namen &#8220;Winnetou&#8221; verbunden sind. Nichts davon ist real. Es sind Collagen von Bruchst\u00fccken, ausgew\u00e4hlt vom Autor nach Gusto und wo n\u00f6tig, zurechtgebogen. So wird es als Erz\u00e4hlung  konsistent. Und auch die Details: Sam Hawkins, das Halbblut, Winnetou, passen zusammen und so kann eine geneigte Leserschaft die von May konstruierte Welt akzeptieren und lieben.<\/p>\n<p>Auch die Welten der Fremen von Arrakis, der Klingonen aus Star Trek und der Menschen, Majar und Elben aus dem Herrn der Ringe sind konsistent. Aber diese haben alle eins gemeinsam: jeder und jede, die sich dieser Literatur n\u00e4hert, wei\u00df sofort, dass all dies ausgedacht ist.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Welt von Karl May namentliche Bez\u00fcge zur Wirklichkeit hat, und der Autor hat Zeit seines Lebens darauf bestanden, dass das alles real und selbst erlebt sei. Nat\u00fcrlich ist das Ausbeutung. Und zwar in einer besonders \u00fcblen Form: der Ausbeuter \u00fcbernimmt nicht nur die lebende Substanz, er nimmt sich heraus, alle ihre Eigenschaften zu definieren. Das muss er auch. Denn einem Vergleich mit der Wirklichkeit der Apachen des 19. Jhd. h\u00e4lt keine der Erz\u00e4hlungen Mays stand.<\/p>\n<p>Die Wirklichkeit ist mithin einer der Feinde Mays und seiner Leserinnen und Leser. Sobald dar\u00fcber geredet wird, wer und was die Apachen wirklich waren und wie es ihnen wirklich ergangen ist, stehen die Erz\u00e4hlungen Mays als sehr peinlicher Unfug da.<\/p>\n<p>Die Wirklichkeit war oft der Feind von Deutschen. Die Romantiker verabscheuten die schn\u00f6de, handfeste Welt der Fakten, Tatsachen und der Logik in elaborierter Weise: sie wandten ihr bewusst und voller moralischer Leidenschaft den R\u00fccken zu um den Blick in eine reine, klare, sch\u00f6ne Welt ihrer Vorstellung zu richten.<\/p>\n<p>Aber hat der fiese Houllebecq nicht auch den Escapismus gepredigt? Ja: er erkl\u00e4rt in seinem allerersten Buch sehr \u00fcberzeugend, dass Literatur Welten schafft und nicht sie abbildet. Das Buch hei\u00dft &#8220;Gegen die Welt, gegen das Leben&#8221; es ist ein Essay \u00fcber das Werk von H.P. Lovecraft.<\/p>\n<p>Das Problem der Romantik ist nicht Fantasy, sondern die Weigerung, die Wirklichkeit im Fantastischen zu reflektieren. Romantiker konstruieren Welten, in denen ihre moralischen Vorstellungen herrschen und ihre Gef\u00fchle die gr\u00f6\u00dften M\u00e4chte sind. Lovecraft konstruierte Welten, in denen von ihm als real vorgeschlagene externe M\u00e4chte herrschen und Gef\u00fchle ausl\u00f6sen, die nicht er sich w\u00fcnscht, sondern die folgerichtig aus dem Wesen der konstruierten M\u00e4chte, also den Verh\u00e4ltnissen erwachsen: Furcht und Verzweiflung.<\/p>\n<p>Gute Autoren erdenken Konstellationen und Thesen, die sich aus den Konstellationen plausibel ergeben. Und sie respektieren das Wesen des Materials, mit dem sie konstruieren. Tolstoi hat &#8220;Krieg und Frieden&#8221; aus dem Wesen der russischen Oberschicht zur Zeit der Napoleonischen Kriege konstruiert. Sein Pierre Besuchow hat nie gelebt, aber Menschen wie er haben gelebt in Verh\u00e4ltnissen, wie sie Tolstoi beschreibt. Und Tolstoi w\u00e4hlt aus: er beschreibt nicht alles, sondern nur das, was er f\u00fcr seine Erz\u00e4hlung ben\u00f6tigt. Aber was er beschreibt, ist plausibel und aus sich heraus konsistent ohne, dass der Autor es zurechtbiegen muss.<\/p>\n<p>Karl May hat gebogen bis es knackt und geleimt und geflickt, wenn es f\u00fcr seine Thesen n\u00f6tig war, sein an sich schon fantastisches Konstrukt noch weiter zu verformen, bis der der Zielgruppe so angenehme Gleichklang von moralischer \u00dcberlegenheit mit kernig deutscher Superheldenkraft hergestellt war.<\/p>\n<h3>Habe ich ihn \u00fcberhaupt gelesen?<\/h3>\n<p>Nein. Ich kenne die Filme, die dem Vernehmen nach werkgetreu sind und habe sie mit einigem Vergn\u00fcgen gesehen aber freilich nie ernst genommen. Ansonsten habe ich etwa mit 16 einen zerfledderten Band eines Winnetouromans in die Hand bekommen und etwa 100 Seiten darin gelesen. Es war gut und fl\u00fcssig geschrieben aber ich fand es langweilig. Und es hatte einen anachronistischen Sound, den man besonders mit 16 nicht besonders sch\u00e4tzt.<\/p>\n<p>Die Jungsliteratur hatte ich zu dieser Zeit schon durch. Mit Rudyard Kiplings Jungelb\u00fcchern und vor allem mit Jules Verne. May begegnete mir zu einer Zeit, in der ich langsam zu Kafka und Tschechow \u00fcberging und das ist ihm nicht bekommen.<\/p>\n<p>Jules Verne hatte mich freilich begeistert. Obwohl er nicht sooo anders als May war. Aber mit 12 sind Metabedenken hinsichtlich Plausibilit\u00e4t und Glaubw\u00fcrdigkeit nicht so wichtig. Ich erinnere mich allerdings an eine Szene aus &#8220;20000 Meilen unter dem Meer&#8221;, die mich schon damals befremdet hat:<\/p>\n<blockquote><p>\u00bbWarten Sie nur, Herr Arronax\u00ab, sagte Kapit\u00e4n Nemo. \u00bbWir werden Ihnen eine Jagd zum besten geben, von der Sie noch keinen Begriff haben. Kein Mitleid mit diesem wilden Getier. Sie bestehen<br \/>\nja nur aus Maul und Z\u00e4hnen!\u00ab<br \/>\nMaul und Z\u00e4hne! Jawohl. Denn obwohl der Pottfisch mitunter 25 Meter gro\u00df ist, so nimmt sein enormer Kopf doch etwa den dritten Teil seines K\u00f6rpers ein. <\/p><\/blockquote>\n<p>(Zwanzigtausend Meilen unter&#8217;m Meer, A.Hartsleben Verlag)<\/p>\n<p>Erst mal, &#8220;<em>Pottfische<\/em>&#8220;: eine der ersten wissenschaftlichen Erkenntnisse, die Kinder heutzutage erwerben ist, dass Wale keine Fische sind. Das fand ich an sich schon befremdlich und dann der sinnlose Hass auf den Pottwal, der mit seinem Riesenmaul vor allem kleine Fische und nur gelegentlich einen gro\u00dfen Tiefseekalmar jagt und jedenfalls f\u00fcr andere Wale v\u00f6llig harmlos ist. Selbstverst\u00e4ndlich hatte ich auch mit 12 schon begriffen, dass Tiere, die andere Tiere jagen und fressen, deswegen keine &#8220;Sch\u00e4dlinge&#8221; sind und es barer Unfug ist, sie moralisch beurteilen zu wollen.<\/p>\n<p>Fand ich Jules Verne dann doof? Nein, ich las weiter mit Begeisterung aber wie vorher auch ohne unkritische Verehrung. Letzteres empfand ich gelegentlich auch, vor allem f\u00fcr Kipling, diesen alten Imperialisten. Mir war in den Jungelb\u00fcchern nichts aufgefallen, was mein Missfallen erregt h\u00e4tte, im Gegenteil fand ich es gro\u00dfartig, wie Kipling das Wesen und Verhalten der Tiere beschrieb. Jagen, T\u00f6ten, Fressen war Teil der nat\u00fcrlichen Ordnung, Shere Khan war fies wegen seines Hungers nach Macht und seiner sinnlosen Grausamkeit, nicht wegen seines Hungers auf Hirsche.<\/p>\n<p>Also fand ich Jules Verne nicht ganz so \u00fcberzeugend wie Kipling aber durchaus immer noch lesenswert.<\/p>\n<p>War also Karl May irgendwie nur zu sp\u00e4t zu mir gekommen, um ein warmes Pl\u00e4tzchen in meinem Jungenherzen zu finden? Nicht ganz, sein Pl\u00e4tzchen h\u00e4tte er wohl gefunden aber es w\u00e4re nicht einmal so warm wie das von Jules Verne gewesen. Auch Verne war ein Kind seiner Zeit und er schrieb, wie May, kommerziell massenhaft f\u00fcr die gleiche Zielgruppe. Aber seine Helden sind deutlich sympathischer und zuweilen sogar vielschichtigere Charaktere als die platten Typen von May mit dem Kitschindianer und seinem deutschen Superheldenkumpel an der Spitze.<\/p>\n<p>Und was bei Verne ganz fehlt ist die d\u00fcmmliche Weltverachtung, die Mays romantischem Kitsch innewohnt. Was bei Verne Irrtum ist, ist bei May willentliche Verzerrung und Leugnung von Tatsachen.<\/p>\n<h3>Was machen wir jetzt damit?<\/h3>\n<p>Nichts. Soweit mir bekannt, enthalten Mays Schriften keine offene Hetze, die man nicht im B\u00fccherregal haben will und auch in Bibliotheken nur wohlkommentiert f\u00fcr Fachleute. Es ist harmloser Kitsch, der durchaus auch von einer humanistischen Haltung gepr\u00e4gt ist und auch wenn es literarisch korrupt und paternalistisch ist, so wollte May doch wirklich eine freundliche Haltung zu den indigenen Amerikanern propagieren. Wir wollen nicht vergessen, dass besonders die amerikanische kommerzielle Literatur des 19. Jhd. und sp\u00e4ter auch der Film die Indigenen fast durchg\u00e4ngig als grausame Wilde darstellte, gegen die Custers Kavallerie einen heldenhaften Kampf f\u00fchren musste.<br \/>\nDiese offen rassistische Popkultur wurde in Europa und besonders in Deutschland nie popul\u00e4r und meist nicht einmal \u00fcbersetzt und verbreitet. Und das ist durchaus auch ein Verdienst von Karl May, der mit seinen B\u00fcchern eine grunds\u00e4tzlich positive Sicht auf die Indigenen Amerikas etabliert hatte.<\/p>\n<p>Breiten wir also den Mantel gn\u00e4digen Schweigens und wir sollten auch das alberne Geschw\u00e4tz der Neurechten und sonstigen Spie\u00dfb\u00fcrger \u00fcber das angebliche &#8220;canceln&#8221; von Winnetou tunlichst ignorieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nein, Karl May ist nicht wichtig. Er ist kein bedeutender Schriftsteller, sondern nur ein interessantes Popkulturph\u00e4nomen. Der Reichtum, den er sich zusammengeschrieben hat, ist ihm zu g\u00f6nnen aber kultische Verehrung hat er nie verdient. Lasst uns mit Michel Houellebecq beginnen.. Jede belletristische Literatur ist escapistisch. Es gibt keine realistische Belletristik, keine realistische Erz\u00e4hlung. Aber Emile [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[4,46,3],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/lapoc.de\/zblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/399"}],"collection":[{"href":"https:\/\/lapoc.de\/zblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/lapoc.de\/zblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lapoc.de\/zblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lapoc.de\/zblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=399"}],"version-history":[{"count":26,"href":"https:\/\/lapoc.de\/zblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/399\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":425,"href":"https:\/\/lapoc.de\/zblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/399\/revisions\/425"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/lapoc.de\/zblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=399"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/lapoc.de\/zblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=399"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/lapoc.de\/zblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=399"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}