{"id":171,"date":"2012-02-19T22:14:23","date_gmt":"2012-02-19T22:14:23","guid":{"rendered":"http:\/\/lapoc.de\/zblog\/?p=171"},"modified":"2012-02-20T09:08:19","modified_gmt":"2012-02-20T09:08:19","slug":"piraten-acta-und-lebende-wandelnde-urheber","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/lapoc.de\/zblog\/?p=171","title":{"rendered":"Piraten, ACTA und lebende, wandelnde Urheber"},"content":{"rendered":"<p>Weil die Piraten vom Focus gefragt wurden, was sie denn von ACTA halten und warum, diskutieren etwa 10 von ihnen seit Mitte Februar <a href=\"https:\/\/piratenpad.de\/p\/UrhG-Focus-Anfrage\" title=\"Diskussion auf dem Piratenpad\">auf ihrem Piratenpad<\/a>. Diese \u00fcbrigens sehr bemerkenswerte Online-Anwendung scheint sich besonders gut dazu zu eignen, eine Art Schnappsch\u00fcsse von Diskussionen zu erzeugen. Da mir hier der Meinungsmainstream in der Piratenpartei sch\u00f6n zusammengefasst scheint, m\u00f6chte ich hier auf einige Dinge eingehen, die ich in diesem Mainstream nicht finden kann. <\/p>\n<p>Wer selbst besser mit der Diskussion in der Partei vertraut ist, m\u00f6ge mich gern berichtigen, falls ich Unsinn rede.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst darf man wohl festhalten, dass der internationale Handelsvertrag ACTA absolut nicht zustimmungsf\u00e4hig ist. Sein Inhalt spielt dabei keine Rolle, es reicht f\u00fcr die Ablehnung, dass zumindest einige der Zusatzprotokolle des Vertrags geheim gehalten werden. Die Frage Ja oder Nein wird auch von den Piraten auf dem Pad gar nicht diskutiert. Es geht eher darum, warum ACTA auch dann falsch w\u00e4re, wenn er auf akzeptable Weise entstanden w\u00e4re. <\/p>\n<p>Dabei kommen die bekannten, richtigen Argumente zur Sprache: dass die f\u00fcr die Durchsetzung des alten Urheberrechts n\u00f6tige Kontrolle nicht funktionieren kann, ohne ernsten Schaden anzurichten, dass die vorgeschlagenen Methoden zur Durchsetzung indiskutabel sind etc. Leider machen die Piraten aber den Fehler, die Verwertungsindustrie mit den Urhebern gleich zu setzen. Womit sie grunds\u00e4tzlich die l\u00fcgnerische Propaganda der Verwerter \u00fcbernehmen. W\u00fcrden sie sich stattdessen die Situation genauer ansehen, k\u00f6nnten sie die Argumente der Gegenseite deutlich wirksamer entkr\u00e4ften als mit dem \u00fcblichen Machbarkeitszweifel und Platit\u00fcden \u00fcber ein Verschwinden der Originalit\u00e4t und dergleichen.<\/p>\n<p>Ein Verband der freien Schriftsteller hat inzwischen ein eigenes Positionspapier ver\u00f6ffentlicht, das den Standpunkt der Autoren im Gegensatz zu den Positionen der Verwerter und der Nutzervertreter kl\u00e4ren soll:<br \/>\n<!--more--><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.freischreiber.de\/home\/der-%E2%80%9Edritte-korb%E2%80%9C-darf-kein-maulkorb-f%C3%BCr-urheber-werden-das-positionspapier-der-freischreiber-z\" title=\"FReischreiber Positionspapier\">Positionspapier von <em>Freischreiber \u2013 der Berufsverband freier Journalistinnen und Journalisten<\/em><\/a><\/p>\n<p>Das Papier w\u00fcrde ich mal vorsichtig als &#8220;nicht zu Ende gedacht&#8221; bezeichnen. Es ignoriert die technischen Probleme der Durchsetzung des Geforderten und redet fast ausschlie\u00dflich \u00fcber kommerzielle Aspekte, Vertragsrecht etc . Andererseits stellt es aber auch ein wichtiges, wenig beachtetes Problem in den Raum: die Frage der pers\u00f6nlichen Beziehung des physischen Autors zu seinem(oder ihrem) Werk. Im Text selbst bleibt das auf den kommerziellen Aspekt beschr\u00e4nkt:<\/p>\n<p>Zitat:<\/p>\n<blockquote><p>\nWir fordern insbesondere klare Aussagen zur angemessenen Beteiligung der Urheber an den Erl\u00f6sen aus s\u00e4mtlichen Verwertungsarten (\u201eJede Nutzung eines Textes muss honoriert werden\u201c). Wir fordern eine Informationspflicht der Verwerter gegen\u00fcber den Urhebern \u00fcber alle tats\u00e4chlich erfolgten Werknutzungen. Wir fordern die Pflicht der Verwerter, bei Nutzungen durch Dritte das Einverst\u00e4ndnis der Urheber einzuholen, und wir verlangen eine Begrenzung der Nutzungsdauer.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Der Nutzer <a href=\"http:\/\/www.io-home.org\/portfolios\/i-j\/bilder?k_User=80\" title=\"Frank Ihler\">Frank Ihler<\/a> spricht diesen Aspekt in einem Kommentar deutlicher an:<\/p>\n<p>Zitat:<\/p>\n<blockquote><p>\nStellt der &#8220;Privatnutzer&#8221; das oder die Werke z.B. in den Kontext einer von der Meinung des Urhebers stark abweichenden politischen Meinungs\u00e4u\u00dferung, so ist es, solang der &#8220;Privatnutzer&#8221; seine &#8220;Urheber-Abgabe&#8221; ordnungsgem\u00e4\u00df entrichtet hat, dem Urheber nicht m\u00f6glich, auf Entfernung seines Werks\/seiner Werke zu bestehen.<\/p>\n<p>Eine Alternative w\u00e4re nur dann m\u00f6glich, wenn der Rechteinhaber (ob Urheber oder Verwerter) VOR einer &#8220;Privatnutzung&#8221; im \u00f6ffentlichen Raum des Internets um sein Einverst\u00e4ndnis gebeten w\u00fcrde.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Der aktuelle Zustand des Urheberrechts ist genau so, dass die NPD jederzeit die Musik der \u00c4rzte oder anderer Nazi-Gegner auf ihren Veranstaltungen verwenden darf, solange sie die GEMA bezahlt. Das alte Urheberrecht w\u00e4re also durchaus nicht einmal restriktiv genug f\u00fcr Ihles implizite Forderung. Zumindest nicht so, wie es im Mainstream praktiziert wird. Wenn Bela B in seinen GEMA-Vertrag reinschreiben w\u00fcrde: &#8220;Darf lizenziert werden aber nicht f\u00fcr Nazis.&#8221;, w\u00fcrde man ihn auslachen: &#8220;Ein Vertrag f\u00fcr alle, Herr Felsenheimer, auf wiedersehen!&#8221;. So spricht Ihle ein Problem an, das in der ganzen Diskussion kaum auf den Tisch kommt, immer wieder geht es nur um die kommerzielle Verwertung; darum, wer wie wieviel f\u00fcr was kassieren darf und wie man das durchsetzt.<\/p>\n<p>Es muss aber um etwas gehen, das von beiden k\u00e4mpfenden Seiten bisher vernachl\u00e4ssigt wird. N\u00e4mlich um das, worauf das ganze Urheberrecht begr\u00fcndet ist. Autoren schaffen Werke, die mit ihnen direkt verbunden bleiben. Man sagt nicht: &#8220;Penguin Books sagt im von ihm ver\u00f6ffentlichen Buch soundso &#8220;, sondern man sagt: &#8220;Der Autor XY sagt im Buch soundso&#8221;. Niemand sagt: &#8220;Der Song <em>Endgame<\/em> von Spin-Farm Records.&#8221; man sagt: &#8220;Der Song <em>Endgame<\/em> von Killing Joke.&#8221; und wenn man ein bisschen besser informiert ist, sagt man sogar: &#8220;Der Song <em>Endgame<\/em> von Jaz Coleman und Killing Joke.&#8221; Jaz Coleman hat nicht nur ein Recht auf diesen Song, er ist auch f\u00fcr diesen Song verantwortlich. Und deshalb muss er mindestens ein Recht besitzen, ein Zitat oder einen Remix offiziell als autorisiert oder nicht autorisiert bezeichnen zu k\u00f6nnen &#8212; unter allen Umst\u00e4nden, ohne Wenn und ohne Aber. <\/p>\n<p>Die Verwerterseite missbraucht dieses pers\u00f6nliche Recht der Autoren als Kampfbegriff vom &#8220;gerechten Lohn f\u00fcr die Kreativen&#8221;. Es hat sich inzwischen herumgesprochen, dass Verwerter die allerletzten K\u00e4mpfer f\u00fcr die korrekte Bezahlung von Autoren sind. Das ist so, als w\u00fcrde sich der Arbeitgeberverband zugute halten, wenn Arbeiter faire L\u00f6hne bekommen. Die K\u00e4mpfer f\u00fcr die Nutzerrechte wiederum tun die pers\u00f6nlichen Autorenrechte als &#8220;antiquiert&#8221; ab und verweisen darauf, dass eh alles was entsteht, irgendwie Kopie und Remix sei. Je politischer die Argumentation, desto holzschnittartiger wird dieses Argument vorgetragen. Man will klare Kante(TM) zeigen &#8212; irgendwelche Gedanken \u00fcber Zwischent\u00f6ne st\u00f6ren da nur.<\/p>\n<p>[singlepic id=8]<\/p>\n<h2>Ich bin der Autor dieses Textes<\/h2>\n<p>Die Zitate oben sind nicht von mir aber ich habe entschieden, welche Zitate in diesem in <em>meinem<\/em> Text stehen sollen und an welcher Stelle. Und ich habe auch selbst festgelegt, wie Dein Browser <em>blockquotes<\/em> darstellen soll. Die ganze verdammte Bitmap in Deinem Browser ist von mir &#8212; Hartmut Noack \/ Berlin, denn ohne mich w\u00fcrde es sie nicht geben, nicht in dieser Form und nicht mit den pers\u00f6nlich von mir vertretenen Aussagen, die aus diesem Text hervorgehen. Und f\u00fcr ein Musikst\u00fcck, das komplett aus Samples besteht, die der Sch\u00f6pfer aus anderen Musikst\u00fccken herausgeschnitten hat, gilt genau das gleiche: der Remixer ist der Urheber, die erste und einzige Quelle des Remix, der seine Gestalt und das, was er sagt, den pers\u00f6nlichen Einf\u00e4llen des Remixers verdankt und nicht den K\u00fcnstlern, die die einzelenen Samples urspr\u00fcnglich aufgenommen haben. Allerdings haben diese Urheber ein unver\u00e4u\u00dferliches Recht darauf, mit ihrem Werk in Verbindung zu stehen. Der Remixer sollte von sich aus die Sch\u00f6pfer seines Materials benennen, wenn er seinen Remix ver\u00f6ffentlicht. Aus Respekt, nicht aus Zwang.<\/p>\n<p>Vor vielen Jahren habe ich einen interessanten Kommentar zu einem Fall von Leichensch\u00e4ndung in Kambodscha gelesen. Ein Metzger hatte frisch beerdigte Leichen ausgegraben und zu Fleischwaren verarbeitet verkauft. Nach seiner Verhaftung stellte sich heraus, dass das kambodschanische Gesetzbuch zum Entnehmen von menschlichen \u00dcberresten aus Gr\u00e4bern zum Zweck der kommerziellen Verarbeitung nichts zu sagen hatte. Der amerikanische Kommentator nahm das zum Anlass, eine bedenkenswerte \u00dcberlegung zum Zweck des Rechts und dessen Beziehung zur menschlichen Kultur anzustellen: &#8220;Was sagt es \u00fcber den Zustand einer Kultur aus, wenn Taten, die absolut offensichtlich abwegig sind, vom Gesetz ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssen? Ist es nicht ein schlimmes Zeichen, wenn ein Gesetz das Leichenfleischern verbieten muss?&#8221; Ein Dieb handelt rational: er beschafft sich Sachen f\u00fcr lau. Es ist sinnvoll, die Aus\u00fcbung derartiger Rationalit\u00e4t gesetzlich zu d\u00e4mpfen. Das ist vor allem deshalb geboten, weil das Recht f\u00fcr den Ausgleich zwischen Interessen sorgen sollte: hier der, der gerne etwas umsonst haben m\u00f6chte, dort der, der es besitzt und nicht f\u00fcr lau hergeben m\u00f6chte, weil er es sonst verliert, ohne was davon zu haben. Aber ist es rational, tote Leute auszubuddeln und zu kochen? Allgemein essen Menschen nicht gerne die Kadaver von Ihresgleichen &#8212; ihnen solchen Speisen trotzdem vorzusetzen, schein so irrsinnig, dass man es noch nicht einmal verbieten m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Den ganzen letzten Absatz habe ich nur teilweise selbst erdacht. Der Autor der Ideen und des Berichts vom kambodschanischen Leichenfleischer ist Amerikaner, mehr wei\u00df ich nicht mehr davon und da es Google nicht findet, wei\u00df es auch das Internet nicht mehr (ich freue mich schon auf Gegenbeweise&#8230;). Ich benutze das Material trotzdem. Die Abw\u00e4gung zwischen meinem Interesse, diese interessante Geschichte zu erz\u00e4hlen und meinem ehrlichen Wunsch, dem urspr\u00fcnglichen Autoren der Geschichte den Respekt der Namensnennung zu erweisen, schl\u00e4gt zu Gunsten meines Wunsches aus, meine Leser hier und heute mit der Story zu erbauen und aufzuheitern.<\/p>\n<p>W\u00fcrde nun ein Gesetz mir ganz genaue Vorschriften machen, k\u00f6nnte ich die Geschichte nicht erz\u00e4hlen, denn das Gesetz w\u00fcrde mich sonst f\u00fcr einen Dieb erkennen und mit Strafe auf mich einwirken. Ein Gesetz kann nicht anders, es sein denn, es w\u00e4re kompliziert genug f\u00fcr eine Welt, die so kompliziert ist, dass sogar Google manchmal was nicht finden kann, obwohl es tats\u00e4chlich im Internetz existiert hat. <\/p>\n<p>Hinzu kommt: ich stehle nichts im gleichen Sinne, wie ein Autodieb einen Laptop stiehlt: der eigentliche Besitzer des Laptops hat nach dem Diebstahl keinen Laptop mehr, er muss sich in harter Fron genug Geld f\u00fcr einen neuen erschuften. Von seinen Fotos und Notizen auf der gestohlenen Festplatte ganz zu schweigen. Der Autor der kambodschanischen Fleischergeschichte besitzt diese Geschichte immer noch, es entgeht ihm lediglich ein legitimer Zuwachs an Ruhm, weil ich ihn nicht erw\u00e4hne. Er hat also nicht weniger, als er hatte, nur weniger, als er h\u00e4tte haben k\u00f6nnen. Etwas anderes w\u00e4re es noch, wenn ich eiskalt behaupten w\u00fcrde, die Story <em>w\u00e4re von mir<\/em>. Der rechtm\u00e4\u00dfige Autor beh\u00e4lt sein Recht, nur bleibt er anonym &#8212; ist kein b\u00f6ser Wille, ich kenne den Namen einfach nicht. Damit ist der Vorwurf der unrechtm\u00e4\u00dfigen Aneignung, des Diebstahls also, ganz vom Tisch. Ich erhebe keinerlei Urheberrecht auf die von mir zitierte Story, ich erz\u00e4hle sie hier, das ist meine Leistung, der Originalautor mag sie nach Lust und Laune drucken, verfilmen oder singen lassen, alles Rechte, die betroffen w\u00e4ren, wenn ich behaupten w\u00fcrde, ich h\u00e4tte den Kambodschaplot selbst erfunden.<br \/>\n[singlepic id=7]<br \/>\nUnd es ist zweifelhaft, ob die interessante Geschichte vom kambodschanischen Fleischer und die klugen \u00dcberlegungen des amerikanischen Originalberichterstatters Dir, lieber Leser, liebe Leserin, jemals bekannt geworden w\u00e4re. Und damit muss auch bezweifelt werden, ob der Nutzen, den Ihr alle von der Geschichte haben k\u00f6nnt, nicht ganz verloren w\u00e4re in irgendwelchen modrigen Kammern des alten Tabellenhack-Internets in die noch nicht einmal das allwissende G hinabzusteigen die Macht zu haben scheint.<\/p>\n<h2>Grund genug f\u00fcr bessere Gesetze<\/h2>\n<p>Nun k\u00f6nnte man in ein Gesetz eine weiche Kante einbauen. &#8220;Der Urheber muss genannt werden, wenn dies mit vertretbarem Aufwand zu bewerkstelligen ist.&#8221; So eine weiche Kante hat man nicht gern in Gesetzen, denn sie schafft viele sinnlose Arbeitspl\u00e4tze f\u00fcr juristische Tagediebe, die ihr Brot damit verdienen, an der &#8220;Vertretbarkeit des Aufwands&#8221; herumzuinterpretieren. Andererseits ist es offensichtlich, dass einen harte Kante auch sinnlos ist. Denn das beweist sich heutzutage allenthalben. Nicht nur im Internetz: wer m\u00f6chte, kann sich ja mal den Spass machen, ein paar wahllos am Kiosk gekaufte kommerzielle Presseerzeugnisse nach ungekennzeichneten Zitaten durchzugehen. Speziell im Feuilleton darf man dabei auch auf einen h\u00fcbschen Bodycount von kompletten Abschnitten hoffen, die im Rechtssinn ganz einfach Plagiate sind. Veranstaltet ein Journalist ein wirklich sauberes Clearing seiner Quellen, sinkt sein Stundensatz leicht unter 5E, wenn er bei halbwegs sauberer Fakten-Recherche \u00fcberhaupt dar\u00fcber liegt.<\/p>\n<p><code>Obwohl<\/code> die Piraten sich scheinbar nicht gro\u00df um die Rechte von Autoren k\u00fcmmern, liefern sie genau f\u00fcr dieses Problem eine L\u00f6sung, die tats\u00e4chlich funktionieren k\u00f6nnte:<\/p>\n<p>Zitat:<\/p>\n<blockquote><p>\nhttp:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Patentrecht<\/p>\n<p>Diese Regeln aus dem Patentrecht k\u00f6nnen auf das Urheberrecht sinngem\u00e4\u00df \u00fcbertragen werden.<\/p>\n<p>Um f\u00fcr eine &#8220;Sch\u00f6pfung&#8221; ein Urheberrecht beanspruchen zu k\u00f6nnen, muss der Sch\u00f6pfer seine &#8220;Sch\u00f6pfung&#8221; beim zentralen Urheberamt einreichen.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Piratenpartei:<a href=\"https:\/\/lqfb.piratenpartei.de\/pp\/initiative\/show\/2474.html\" title=\"Patentrecht als Vorbild f\u00fcr das Urheberrecht\">Patentrecht als Vorbild f\u00fcr das Urheberrecht<\/a><\/p>\n<p>Wenn also der Urheber oder die Urheberin, sein oder ihr Werk sch\u00fctzen will, soll das in einer \u00fcbersichtlichen, f\u00fcr alle Welt leicht durchsuchbaren Datenbank eingetragen werden. Nutzt nun jemand ein beliebiges, irgendwo gefundenes Werk ist es relativ einfach, den Status und die Autorin in dieser Datenbank herauszufinden. Und da es einfach ist, darf es auch jedem zugemutet werden.<\/p>\n<p>Dass es den Piraten aber (noch) nicht um Pers\u00f6nlichkeitsrechte und Respekt vor ihnen geht, zeigt die einseitige Sicht auf den kommerziellen Aspekt im Vorschlag:<\/p>\n<p>Zitat:<\/p>\n<blockquote><p>\n Das Urheberamt finanziert sich vollst\u00e4ndig aus den erhobenen Geb\u00fchren. Die Geb\u00fchren k\u00f6nnen einmal im Jahr entprechend der aktuellen finanziellen Notwendigkeiten des Urheberamtes angepasst werden. Das Urheberamt kann aus den Ertr\u00e4gen R\u00fccklagen in angemessener H\u00f6he bilden. \u00dcbersch\u00fcsse sind an die Staatskasse abzuf\u00fchren.\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Piratenpartei:<a href=\"https:\/\/lqfb.piratenpartei.de\/pp\/initiative\/show\/2474.html\" title=\"Patentrecht als Vorbild f\u00fcr das Urheberrecht\">Patentrecht als Vorbild f\u00fcr das Urheberrecht<\/a><\/p>\n<p><strong><em>Mir<\/em> nicht allso!<\/strong> <\/p>\n<p>Wer ein solches Amt nicht aus Steuermitteln finanzieren will, ist kein Demokrat. Puhhhh&#8230; das muss sich erst mal setzen. War nicht der b\u00f6se Staat der gr\u00f6\u00dfte Feind der Freiheit? Wie sieht es denn mit der Freiheit derer aus, die mit ihren Werken nicht genug Geld verdienen, um sich die Anmeldung leisten zu k\u00f6nnen? Das Stichwort Patentrecht war doch schon gefallen, alles vergessen Freunde? Vergessen, dass das angels\u00e4chsische Patentrecht triviale Softwaremethoden wie Fortschrittsbalken zum Eigentum einzelner Firmen machen kann, wenn diese es sich finanziell leisten k\u00f6nnen den Unfug anzumelden, d.i.: die Geb\u00fchren zu bezahlen?<\/p>\n<p>Nein! Ein Urheberamt hat jede Anmeldung ohne Bezahlung und ohne Vorbedingungen anzunehmen, es hat die Kl\u00e4rung einfacher Streitf\u00e4lle und noch einige andere Dienstleistungen anzubieten und zwar f\u00fcr jeden. Allenfalls darf es von tats\u00e4chlich erzielten Einnahmen einen Anteil einfordern. Aber es darf noch nicht einmal das Erzielen von Einnahmen fordern: auch, wenn ich ein Werk ohne direktes kommerzielles Interesse ver\u00f6ffentlichen will, will ich gef\u00e4lligst meine pers\u00f6nlichen Autorenrechte, mein eingeborenes Urheberrecht sch\u00fctzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Irgendwie sind also die Piraten abstrakt am weitesten vom Schutz der tats\u00e4chlichen legitimen Rechte der Urheber entfernt. Und gleichzeitig sind sie konkret am n\u00e4hesten an einer L\u00f6sung des Problems, die wirklich funktionieren k\u00f6nnte. Da kann man noch was draus machen&#8230;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weil die Piraten vom Focus gefragt wurden, was sie denn von ACTA halten und warum, diskutieren etwa 10 von ihnen seit Mitte Februar auf ihrem Piratenpad. Diese \u00fcbrigens sehr bemerkenswerte Online-Anwendung scheint sich besonders gut dazu zu eignen, eine Art Schnappsch\u00fcsse von Diskussionen zu erzeugen. Da mir hier der Meinungsmainstream in der Piratenpartei sch\u00f6n zusammengefasst [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[1,22,5,4,13,3],"tags":[36,49,35,37],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/lapoc.de\/zblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/171"}],"collection":[{"href":"https:\/\/lapoc.de\/zblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/lapoc.de\/zblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lapoc.de\/zblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/lapoc.de\/zblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=171"}],"version-history":[{"count":18,"href":"https:\/\/lapoc.de\/zblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/171\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":194,"href":"https:\/\/lapoc.de\/zblog\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/171\/revisions\/194"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/lapoc.de\/zblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=171"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/lapoc.de\/zblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=171"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/lapoc.de\/zblog\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=171"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}