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es geht....

Netaudio Festival und Auszug aus Wallywoods

Autor: zettberlin

Datum: 2009-10-28

Es gibt zwar Querverbindungen zwischen der freien Softwareszene und den alternativen Aktivisten des Internet aber sehr fest sind beide Communities nicht miteinander verbunden. bildchenNacht, Berlin Mitte, schlechtes Wetter und Elektro-Anarchie Das gilt ganz besonders für die Verbindung Linux-Szene und freie Netz-Musikszene. Bei den alternativen Musikaktivisten ist Apple fest etabliert und auch MSWindows allgemein verbreitet. Irgendwelche alternative Software sieht man äußerst selten. Um so erfreulicher das rege Interesse der Besucherinnen und Besucher der netaudio fair an unser kleinen Präsentation zu Linux Audio. Noch kurz nach dem offiziellen Beginn um 14:00 waren gerade zwei Interessenten anwesend - ein bisschen Werbung in den anderen Räumen des weitläufigen MARIA brachte aber sehr schnell an die 15 Leute in den Raum. Nun gut: ich hatte mit höchstens 8 gerechnet und ein Workshop mit echter Beteiligung ist mit mehr Leuten auch kaum machbar. Auch waren mehr als die Hälfte der Anwesenden offenbar nicht des Deutschen mächtig und so schalteten wir noch schnell die Sprache auf Englisch um. Es lief also auf einen Vortrag in Englisch statt auf einen Workshop auf Deutsch hinaus. Unter diesen Umständen lief es ganz gut. Ein paar Fragen der Teilnehmenden führten in Grenzbereiche, in denen ich meine ganz neu installierte Maschine noch nicht getestet hatte. So konnte ich zwar triumpfierend zeigen, dass sich ein beliebiger MIDI-Controller via USB plug/play an ALSA anschließen lässt - nur fand sich dummerweise keine Software, die sich von den Signalen seiner Rädchen auch tatsächlich zu mehr als einem anerkennenden Blinken der MIDI-In LED bewegen ließ... Im Großen und Ganzen funktionierte die Veranstaltung aber ganz gut und ich bekam noch mehrfach positive Rückmeldungen aus verschiedensten Ecken. Bei der Gelegenheit habe ich übrigens ein kleines Linux-Audio Starterset zusammen gestellt. Darin eine Pure:Dyne-Live-CD und ein DinA4-Blatt mit einem kurzen Überlebensratgeber zum Thema. Den Ratgeber-Zettel gibt es hier als PDF und hier auch auf Deutsch .

Gute Nacht Wallywoods.

bildchenHier geht nicht nur die Sonne unter... Länger als ein Jahr gab uns die Galerie Wallywoods an der Rückseite des Kulturhauses Peter Edel in Weissensee Räume für unsere Aufnahmen. bildchen Halblinks auf dem Tisch einer der vermissten Mixer. Das unheimliche Leuchten des Geräts im Bild wird übrigens von der radioaktiven Verstrahlung hervorgerufen... Nun läuft die Nutzungsvereinbarung zwischen Paul Woods und dem Stadtbezirk endgültig aus und auf Seiten der Stadt ist kein Interesse an einer Verlängerung zu erkennen. Dummerweise hatten wir die Situation nicht weise genug eingeschätzt: Wenn das Schiff sinkt, greifen sich einige, was noch greifbar ist und verschwinden. In unserem Raum waren noch zwei Mischpulte greifbar. Ein Phonic AM440 und ein MM1002 von der gleichen Firma. Beide waren verschwunden, als ich sie gerade für den Workshop in Spandau abholen wollte (über den wir übrigens wegen Mangel an Beteiligung hier den Mantel gnädigen Schweigens breiten möchten....). Besonders ärgerlich: die verblödeten Schwachköpfe haben die Teile mitgenommen ohne an die proprietären Netzteile zu denken. Zumindest das für das MM1002 könnte sogar out of stock sein - fest steht, dass die Geräte ohne die Netztteile unbrauchbar und praktisch wertlos sind. Was ist bloß mit den Verbrechern los, heute! Schon für das Netaudio Fest mussten wir uns neu ausstatten und so steht nach wie vor ein Phonic-Mixer im lapoc-Fundus. Diesmal ein AM2020 mit nur zwei Mikroeingängen. Und allerdings endlich auch mal ein wirklich gutes Gerät. Jedenfalls genießt der MackieVLZ 420 einen ausgezeichneten Ruf. Erste kurze Tests brachten viel versprechende Resultate: die Vorverstärker scheinen wirklich etwas besser, als unter Kleinmixern üblich, ein Rauschen war nicht feststellbar und ein simpler Mix aus 3 Stimmen funktionierte reibungslos. Dann brauchen wir also nur noch Räume, in die wir die hübschen neuen Geräte stellen können - wenns geht überdacht, ohne Stress, wenn wir laut werden und ohne Stress durch zu viel Lärm von außen. Zur Zeit sieht es wohl mit Proberäumen in Berlin nicht sehr gut aus. Trotzdem haben wir recht schnell was gefunden, das allerdings nur einen Teil der oben genannten Wünsche erfüllt. Hinter dem Pasedag-Platz in Weissensee steht ein Fabrikgebäude herum, in dem wir 20qm für 90 E mieten konnten. Dass der Raum etwas klein ist, könnte man noch durchgehen lassen aber dummerweise in das Gebäude ausgesprochen hellhörig. Wenn eine andere Band in einem beliebigen anderen Keller probt, ist an Aufnahmen nicht zu denken. Bis jetzt wissen wir von 4 weiteren Proberäumen und so ist es leider einigermaßen wahrscheinlich, dass gerade eine andere Band probt, wenn wir aufnehmen wollen. Wir werden sehen, ob wir mit Maria Marachowska (Maria Katharsis) genug Glück haben, um da unten ein paar gute Takes in den Kasten zu bekommen. Für die letzte Oktoberwoche war das geplant und ich habe vor, mich an den Plan zu halten....

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