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es geht....

Linux Fachtag im Kubu Moabit

Autor: zettberlin

Datum: 2009-06-15

Ohne gute kommunale Jugendarbeit ist eine Stadt wie Berlin verloren. Jugendliche sehen sich mit überlasteten Schulen, durch Gebühren und pseudoliberalen Darwinismus erschwertem Zugang zu besserer Bildung und ähnlichen Stressfaktoren konfrontiert. Warum sollten sie sich kultiviert und vernünftig verhalten, wenn ihnen Sozialarbeiter nicht wenigstens grundsätzliche Angebote zur Beteiligung an der Kultur machen? Beteiligung an einer Kultur ist die eigentliche Kernkompetenz -- der stärkste weiche Faktor der GNU-Community. Offen Software bietet viele Möglichkeiten in der Jugendarbeit und der erste Schritt ist natürlich die Nutzung auf dem Computer in der Jugendeinrichtung. bildchen
Bild verwackelt, Veranstaltung gut besucht...

Ein kurzer Workshop für ein weites Feld

Musikproduktion und überhaupt Soundbearbeitung auf dem Rechner gehört zum Grundrepertoir in den meisten Jugendeinrichtungen. So war der Regieraum des Kubu gerade ausreichend für die 10 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Audio-Workshop. An den zwei Blöcken am Vor- und Nachmittag nahmen teilweise verschiedene Leute teil. Einige nutzten die Gelegenheit, auch einen Blick auf die anderen Vorträge zu Open Office und Bildbearbeitung von GIMP bis Blender zu werfen. Die zwei Blöcke des Workshops waren auf diese Siuation eingerichtet: im ersten Teil gab es den kompletten theoretischen Hintergrund, im zweiten mehr Praxis. Die Zeit verflog wie immer zu schnell. Im ersten Teil konnte ich noch alles unterbringen, was ich geplant hatte. Es kamen viele interessante Fragen, besonders zur Installation und zur Auswahl und Einrichtung einer geeigneten Soundkarte. Für den zweiten Teil hatte ich eigentlich eine kleine Demoproduktion geplant. Aber die Teilnehmenden zeigten so starkes Interesse an der vom Fachtag bereitgestellten Pure:Dyne-CD, dass ich eigentlich nur diese vorstellen konnte. Das hat dann allerdings glänzend geklappt. P:D ist ohne Zweifel zur Zeit das beste Livesystem für Linux-Audio. Praktisch alles, was ich zeigen wollte und was die Teilnehmenden sehen wollten, funktionierte ganz blendend auf Anhieb. Auch unsere Lapoc-Sessions ließen sich von einer USB-Festplatte gänzlich problemlos in Dynes Ardour laden und vorführen. So herrschte bei allen Beteiligten eine stressfreie, erfreuliche Stimmung und einige ließen sich auch noch eine Lenny-CD brennen, um damit selbst ein Pure:Dyne-System auf dem eigenen Rechner zu installieren.

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